WAKA-BAG

Interview mit Patrick von WAKA-BAG

«Dem Zufall sei Dank!»

Die besten Ideen entstehen meistens aus einem Zufall oder Unfall heraus. Im Falle des WAKA-BAG’s waren es gleich zwei Unfälle. Patrick, der Erfinder der WAKA-BAG, wollte nach einer Sportverletzung seine Schmerzen mit einem Hot and Cold Pack lindern. Er wärmte es in der Mikrowelle auf und wickelte es in ein Küchentuch ein, damit das heisse Gelpad nicht direkt mit der Haut in Berührung kommt.
Es war nicht perfekt. Aber nach einer besseren Lösung, um das Pad zu isolieren und sich nicht zu verbrennen, suchte er vergebens. Die Linderung war jedoch von kurzer Dauer, denn das Küchentuch verrutschte und Patrick verbrannte sich. Er war frustriert, dass er keine geeignete Textilhülle für das Gelpad hatte, die nicht nur isolierend, sondern auch rutschfest war. «Warum erfindest du nicht etwas? Du hast ständig gute Ideen!», warf seine Freundin ein.

Wie seid ihr hier vorgegangen?

Anfänglich wollte Patrick einen einfachen Anzug für den Selbstgebrauch nähen. Dann kam ihm die Idee, dass er mit zwei unterschiedlichen Isolationsschichten arbeiten könnte um so 2 Temperaturschichten zu erstellen. Mit zusätzlichem Tüfteln kam die Idee mit dem Aussen Leier um so die Temperaturstufe 3 und 4 zu erhalten. Der Erste Prototyp, ein Anzug mit 4 Temperaturstufen aus einer Wolldecke war entstanden.
Dieser erfüllte sein Zweck, es war jedoch noch nicht perfekt. Weiter wurde an verschiedenen Materialien und Zusatzfunktionen wie die Handöffnung oder die Öffnung für die Füsse getestet. Die Auswahl der Materialien war eine grosse Herausforderung. Zum einen muss man schauen, an welche Materialien man als Privatperson kommt um in kleinen Mengen zu testen und gleichzeitig müssen diese dann in grösserer Menge preislich erschwinglich sein. Uns war es ein grosses Anliegen ein Schweizer Produkt herzustellen und bezogen alle möglichen Materialien aus der Schweiz. Die Materialien, welche nicht in der Schweiz hergestellt werden, beziehen wir aus Deutschland.
Das brachte Patrick ins Grübeln und der Grundstein für den WAKA-BAG war gelegt. Er wollte ein Produkt auf den Markt bringen, das von Hobbysportlern und Physiotherapeuten gleichermassen genutzt werden konnte. Der WAKA-BAG sollte einfach und clever sein. Zugleich sollte er sich als praktische Alternative zur Wärmflasche an kalten Wintertagen eignen.

Was war für euch die grösste Herausforderung?

Der ganze Prozess brachte mehrere Herausforderungen mit sich. Als mir klar wurde, dass viele Menschen bei der Anwendung des Hot and Cold Pack mit den gleichen Problemen kämpfen, war der Wunsch nach einem serienfertigen Produkt geweckt. Die ersten selbst genähten WAKA-Bags wurden an Freunde und Bekannte verteilt. Das Feedback war durchwegs positiv.
Patricks Vorteil ist, dass er alle Prototypen selbst nähen konnte und so während der Herstellung die jeweiligen Arbeitsschritte optimieren konnte. Irgendwann war es klar, dass es eine Geschäftsgründung braucht und unser Produkt ein Patent benötigt. Als Privatperson braucht es viel Zeit und eigene Investitionen um ein solches Produkt auf den Markt zu bringen.
Eine Näherei musste gefunden werden. Dass dies in der Schweiz nicht einfach werden würde , war uns bewusst. Bald fanden wir eine kleine Näherei, welche gemeinsam mit uns wachsen wollte.
An Märkten konnten wir unser Produkt gut verkaufen und die Rückmeldungen waren durchaus positiv. Wir schrieben verschiedene Geschäfte an und präsentierten unser WAKA-BAG und kamen so auch in den Wiederverkauf rein.
Unser Produkt braucht Erklärung, da sind wir noch dran. Wie kann ein solch großartiges Produkt präsentiert werden auf einem Bild, in einem kurzen Film?

Und was macht am meisten Spass?

Es macht Spass, eine Idee bis zum Schluss durchzudenken und zu planen. Immer wenn ich denke, jetzt läuft es, entstehen neue Fragen. Die Arbeit ist sehr vielseitig, von Büro und PC Tätigkeiten, bis zu Reparaturen an der Nähmaschine. Zum Glück bin ich ein Allrounder und habe viel Erfahrung mit Industrienähmaschinen und dem Nähen selbst. Am meisten Spass habe ich in der Produktion und der Entwicklung. Neue Designs suchen und Arbeitsschritte an der Maschine zu optimieren. Es ist ein tolles Gefühl, wenn ein WAKA-BAG fertig genäht ist. Auch das Arbeitsklima in der Näherei gefällt mir. Natürlich ist der Weg zur Post auch ein sehr schöner Schritt, wenn dein Produkt das Lager verlässt und einen neuen Besitzer findet.

Was für ein Learning während der Phase des Aufbaus und jetzt, wenn es darum geht das Produkt zu verkaufen, möchtet ihr anderen Händlern, die neu starten mitgeben?

Von der Idee bis zum fertigen Produkt braucht es viel Zeit und Geduld. Die Herausforderungen als einen Teil der Lernerfahrung und Entwicklung zu betrachten, haben uns geholfen das ganze immer positiv zu sehen. Sieht man dies als Herausforderungen und Hürden, wird man die ganze Zeit nur Steine aus dem Weg räumen und früher oder später frustriert enden. Das Geschäft langsam wachsen lassen und nebenbei einen Job zu haben, hat mir geholfen, entspannt zu bleiben, denn so wusste ich immer, dass die Rechnungen bezahlt werden können.

Was sind euere Ziele für das 2021?

Der WAKA-BAG soll möglichst vielen Menschen Freude, Entspannung und Linderung bringen. Es soll ein toller Alltagshelfer sein und möglichst viele Menschen ansprechen. Klar hoffen wir, dass das Geschäft bald selbst tragend ist und zu einem späteren Zeitpunkt einen Arbeitsplatz generiert.

Was gefällt euch beim Händlernetzwerk von Faircustomer dabei zu sein?

Faircustomer ist ein tolles Händlernetzwerk und unterstützt ein Start-up sehr. Die persönliche Unterstützung und Zusammenarbeit gefallen uns. Gerne hätten wir den Kontakt und die Zusammenarbeit schon früher gehabt. Es ist toll einen Ansprechpartner mit so vielseitigen Erfahrungen zu haben. Das Netzwerk über die online Plattform, sowie auch der Laden helfen das Produkt in neuen Regionen bekannt zu machen.

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