Interview Yolanda Fässler von GGZ@Work

Recycling und Förderung der sozialen Integration

Wir haben Yolanda Fässler der Leiterin von Recycling bei GGZ@Work befragt. Sie gibt uns Einblick in den Betrieb von GGZ@Work.  Wobei wir unter anderem lernen, wie ein neues Produkt entstehen kann und wie eine stufenweise Förderung funktioniert.

Erzählen Sie uns von Ihrem Kernauftrag. Worauf legen Sie besonderen Wert? Welche Menschen begleiten und fördern Sie?

(Menschen mit physischen/psychischen Beeinträchtigungen, Jugendliche, Stellenlose, Flüchtlinge, weitere)

Wir arbeiten mit stellenlosen Menschen mit Sozialhilfe und mit Flüchtlingen. Viele von ihnen gelten als Langzeitarbeitslose, die vor dem Einstieg bei uns mehr als zwei Jahre keiner Beschäftigung mehr nachgingen. Häufig geht es im ersten Schritt um eine soziale Integration und darum, wieder eine Tagesstruktur zu erlangen. Klappt das gut, kann dann in einem weiteren Schritt die berufliche Förderung in Angriff genommen werden.

Welche Fähigkeiten wollen Sie vermitteln? Was ist das besondere an Ihren Produkten? Worauf achten Sie bei der Wahl der Materialien?

Wir wollen die Ressourcen unserer Teilnehmenden fördern, damit sie eine Grundarbeitsmarktfähigkeit erlangen. Hier geht es um Themen wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, soziale Integration oder gesundheitliche Stabilisierung. Unsere Produkte bestehen grösstenteils aus Recyclingmaterialien, die wir zur Wiederverwertung in anderer Verwendungsform upcyceln und damit wieder dem Kreislauf zuführen.

Wie entstehen Ideen zu neuen oder verbesserten Produkten? Arbeiten Sie da im Team, mit externen Partnern? Welche besonderen Erfordernisse gibt es an die Arbeitsabläufe?

Bei uns gibt häufig das zur Verfügung stehende Recyclingmaterial die Richtung vor. Dann ist natürlich auch Kreativität gefragt, um daraus etwas Neues entstehen zu lassen. Manchmal wird die Idee durch eine Einzelperson entwickelt, manchmal arbeiten Teams daran. Ab und zu werden wir auch durch Kundenwünsche zu neuen Ideen inspiriert. Anschliessend wird der Herstellungsprozess in Arbeitsschritte aufgeteilt, die durch Teilnehmende ausgeführt werden können.

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