Interview zum Valentinstag mit Yangchen und Thomas Büchli von Pema of Tibet

«Unser Leben ist ein Valentinsleben…»

1980 haben Yangchen und Thomas Büchli begonnen, tibetischen Schmuck und Kunsthandwerk aus Nepal und Indien zu importieren. „PEMA OF TIBET“ hat sich seit Beginn der Geschäftstätigkeit für zuverlässige Partnerschaften in den Ländern des Himalaja (Tibet, Nepal, Bhutan, Indien) eingesetzt. Dabei wurden Produkte zum grossen Teil aus Betrieben mit sozialem und ökologischem Engagement in der Region ausgewählt.

„PEMA OF TIBET“ profiliert sich heute besonders mit Spezialanfertigungen in Silber für renommierte Schmuckdesignerinnen in der ganzen Schweiz. Seine Silberschmiede in Nepal sind wirkliche Künstler in der Herstellung von herausragenden Schmuckarbeiten.

In diesem Interview erzählen Yangchen und Thomas Büchli wie sie man erfolgreich als Paar zusammenarbeiten kann und wie sie Valentin feiern.

Yangchen Büchli wurde in Sikkim als Tochter tibetischer Flüchtlinge geboren. Nach der Besetzung Tibets durch China siedelten sich zehntausende Tibeter in Nordindien an. So auch Yangchen Büchlis Eltern. Mit 9 Jahren konnte Yangchen mit einer grossen Kindergruppe als Pflegekind in die Schweiz übersiedeln, wo sie mit 14 Jahren ihren heutigen Partner Thomas Büchli kennen lernte.

Wie darf man sich Ihren Alltag vorstellen? Wie funktioniert Ihre Arbeitsteilung?

Nach mehr als 50 gemeinsamen Jahren funktioniert unser Alltag familiär, geschäftlich und im politischen Engagement in einer kommunikativ ausgefeilten Partnerschaft.

Tue, was du liebst, liebe, was du tust….; 

Viele Menschen bei Faircustomer engagieren sich für ihre Leidenschaft. Wie sieht das bei ihnen aus ihrer Arbeit aus? Lieben Sie, was Sie tun?

Wir haben praktisch immer Wege gefunden, alle unsere Projekte, Arbeiten und Engagements so zu organisieren, dass unsere Stärken partnerschaftlich und gleichberechtigt eingesetzt werden konnten.

Verbringen Paare, die zusammenarbeiten, mehr Zeit miteinander als andere? Wie sieht es bei Ihnen mit der Work-Life-Balance aus?

Die Logik eines so auf die Personen zugeschnittenen Betriebs und dem politischen Engagement für Tibet, das auch immer gemeinsam geleistet wurde, resultiert natürlich in einer sehr intensiven gemeinsamen Zeit der Aktivitäten. Basis dafür ist aber ein absolut grosses gegenseitiges Vertrauen und Freiräume, die allseitig respektiert werden.

Erzählen Sie uns, wie Sie sich kennengelernt haben? Hat es etwas mit der Arbeit zu tun? 

Wir gingen im gleichen Schulhaus in unterschiedlichen Klassen zur Schule. Traditionell brachte das Brugger Jugendfest Jugendlieben zum Erblühen – so auch bei uns beiden. 1970, im Alter von vierzehn Jahren wurde bei uns so der Bund fürs Leben eingeläutet…

Feiern Sie den Valentinstag? Wenn ja, wie?

Unser Leben ist ein Valentinsleben…

Haben Sie einen besonderen Tipp für unsere Leser zum Valentinstag?

Valentinstag soll eigentlich jeder Tag in einer Beziehung sein. Es gibt täglich kleine und grosse Gelegenheiten, einander einen Gefallen zu tun. Ein Tag wie der Muttertag, der Valentinstag etc. soll nicht zu einer Alibiübung verkommen.

Welches sind Ihre Lieblingsorte in der Schweiz? Welche in Tibet?

Wir lieben den Wald in der Umgebung unseres Hauses. Besonders während der eingeschränkten Bewegungsmöglichkeit während Corona durften wir täglich Kraft während ausgedehnten Wald-Wanderungen schöpfen.

Im Himalaya lieben wir Bhutan. Wir können dort jeweils träumen, wie Tibet wäre, wenn es nicht durch die VR China besetzt worden wäre… Schön traurig…

Herr Thomas Büchli, wie wichtig war es für Sie, die tibetische Kultur kennenzulernen?  

Für mich war es schon im «zarten Alter» von 15 Jahren klar, den kulturellen Hintergrund meiner Partnerin zu erforschen. Damals waren die Bücher des Dalai Lama «Mein Leben und mein Volk» und von Heinrich Harrer «Sieben Jahre in Tibet» für mich die ersten Quellen, in den tibetischen Kulturraum einzutauchen.

Unterdessen ist es so, dass ich mich sehr mit dem tibetischen Volk und seinem Schicksal identifiziere. Bei mir hat die tibetische Seele die Überhand erlangt…

zu den Produkten von Pema of Thibet [/row]

 

Es ist eine kleine Tradition geworden, dass wir zum Valentinstag Interviews mit Unternehmer-Paaren machen. Sie erzählen über ihre „Liebe zur Arbeit“, wie sie sich als Paar die Arbeit aufteilen oder wie sie den Valentinstag feiern. Wir wünschen viel Freude bei den Einblicken in ihr Leben.

Hier geht’s zur Übersicht von Schmuck aus diversen Materialien – auch von anderen Produzent:innen, die Wert auf Nachhaltigkeit legen und unseren Geschenkideen zum Valentinstag.

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